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Schade, auch wenn sich die Niederlage wie ein Sieg anfühlt. Ein Punkt wäre mehr als verdient gewesen. Aber zurück zum Geschehen: Nach den verkorksten Auftritt der Vorwoche und harten Abwehrarbeit traten wir mit nur 9 Protagonisten beim Klassenprimus HSG Gütersloh an. Die Jungs spielten die seit meinem Amtsantritt wohl beste erste Halbzeit.

Mit einer engagierten Abwehrarbeit und einer absoluten taktischen Disziplin. Nadelstichartig wurde, wenn möglich und angebracht, der Gegenstoß gespielt, ansonsten zwangen wir Gütersloh permanent ins Positionsspiel. Sobald man anfängt mit denen ins Tempospiel zu gehen, hat man aufgrund deren schnellen Außen keine Chance. Mit der Ruhe kam bei uns die Sicherheit und der Gegner schloss überhastet ab, so dass wir einen 10:9 Rückstand zur 11:13 Führung zur Halbzeit herausspielen konnten.

Nach der Pause mußten wir dann eine 13:15 Führung zu einem 17:15 Rückstand hinnehmen. Aber Moral und Selbstbewusstsein waren so hoch, dass wir 8 Minuten vor Ende auf 17:17 ausgleichen konnten. Die Schlussphase glich (wiedermal) einen Krimi. Gütersloh legte beständig ein Tor vor. Wir glichen aus. 50 Sekunden vor Schluss beim Stand von 21:20 hatte uns das Abschlussglück verlassen und Gütersloh erhöhte Spielentscheidend auf 22:20. Der Anschlusstreffer zum 22:21 fünf Sekunden vor Schluss konnte daran nichts mehr ändern. Die Freude der Gütersloher nach dem Schlusspfiff zeigte um so mehr wie nah wir den Tabellenführer am Rande einer Niederlage bzw. Punktverlust hatten.

Ich ziehe meinen Hut vor der engagierten und disziplinierten Leistung meiner Mannschaft. Wir hoffen, dass wir die Freude des heutigen Spiels ins Derby gegen den neuen Tabellenführer HSG EGB Bielefeld nächstes Wochenende mitnehmen können, und dann gemeinsam mit dem eigenem Publikum vielleicht einen Schritt weiter nach vorne gehen können.