Qualitätsoffensive in der Trainerausbildung erfährt Digitalisierungsschub

TuS 97 führt „Learn Handball“-App in den Jugendtrainingsbetrieb ein

Als Westfalens größte Handballabteilung mit Fokussierung auf den Kinder- und Jugendhandball macht der TuS 97 im Rahmen seines Projektes „Qualitätsoffensive in der Trainerausbildung“ einen weiteren Entwicklungsschritt. Konkret wird die Trainer-App „Learn Handball“ unter den 47 Kinder- und Jugendtrainer/innen des TuS 97 ausgerollt.

Die „Learn Handball“-App wurde von Andy Schmid, schweizer Nationalspieler und Spielmacher bei den Rhein-Neckar Löwen, und von Bjarte Myrhol, ehemaliger HBL-Profi, ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um eine App, mit der sowohl über den PC als auch mit dem Smartphone über 700 Videosequenzen mit Trainingsinhalten und zahlreiche Trainingspläne für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren zur Verfügung stehen.

Das Ziel der App ist, so die Gründer, dass die Trainer/innen Inspiration für ihren Trainingsalltag erhalten. Außerdem wird der Trainingsalltag deutlich vereinfacht. Bereits vorgefertigte Trainingspläne und die Möglichkeit, diese digital zu bearbeiten, bzw. eigene Übungen hinzuzufügen, sollen dafür sorgen, dass Trainer/innen immer optimal auf das Training vorbereitet sind. Daneben können Spieler/innen mit dieser App individuelle Trainingsinhalte/Übungen in Form von kurzen Videos zugewiesen werden.

Im TuS 97 kümmern sich aktuell 47 Trainer/innen, oft im Team, um 29 Kinder- und Jugendmannschaften. Im Rahmen unserer Qualitätsoffensive in der Trainerausbildung haben wir uns nach einer einmonatigen Testphase entschlossen, diese App zu lizensieren. Der Verein „Freunde und Förderer des Jugendhandballs in Jöllenbeck“ hat zugesagt die Kosten für das Premium-Abo im ersten Jahr zu übernehmen. Vielen Dank dafür!

„Zwar haben wir alle Trainerteams mit einem Abonnement der in der Handballszene bekanntesten Trainerzeitschrift ausgestattet, in der regelmäßig viele und gute Handballtrainings und -übungen vorgestellt werden.“, erzählt Jugendleiter Dirk Rabeneick. „Wir wissen aber auch, dass das Blättern in Zeitschriften insbesondere für die jüngeren Trainer/innen eher oldschool anmutet.“, so Rabeneick weiter. „In Zeiten, wo die Digitalisierung insbesondere durch die Corona-Pandemie einen riesigen Schub erfahren hat, sinkt die Akzeptanz für Druckmedien immer weiter. Mit Einsatz dieser App, die auch die Belange der Rahmentrainingskonzeption berücksichtigt, haben die Trainer/innen die Möglichkeit nach bestimmten Trainingsinhalten altersgerecht zu suchen, eigene Trainings zusammenzustellen und zu planen, sowohl zu Hause am PC als auch mit dem Tablet oder dem Smartphone in der Uni, im Bus oder sonst wo. Damit schaffen wir neben dieser zusätzlichen Flexibilität einen enormen Mehrwert für unsere Trainer/innen im Trainingsalltag, das haben die Feedbacks im Anschluss an die Testphase ergeben. Daneben steigern wir aus dieser Vorreiterrolle heraus unsere Attraktivität, wenn es um die Gewinnung neuer Trainer/innen geht.“, ist sich Rabeneick sicher.

Als besonders Bonbon stand Andy Schmidt den TuS 97-Trainer/innen höchstpersönlich im Rahmen eines einstündigen Online-Kick-Offs zur Verfügung um Funktionalitäten zu erklären, die sich nicht intuitiv erschließen und um tiefergehende Fragen zur Anwendung zu beantworten. Vielen Dank dafür!

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