44:14 (23:4) – das Ergebnis zeigt sehr deutlich, wie einseitig die Partie am Ende verlief. Vor 45 Zuschauern in der Realschule Jöllenbeck hat unser Team von Beginn an die Kontrolle übernommen und früh die Richtung vorgegeben.
Der Start war genau so, wie man es sich wünscht: schnell im Spiel, konsequent im Abschluss und aufmerksam in der Defensive. Nach dem ersten Treffer nach gut einer Minute stand es in der Anfangsphase rasch 5:0, und auch nachdem Steinhagen zum ersten Mal traf, blieben unsere Mädels klar am Drücker. Eine frühe Phase mit mehreren Treffern hintereinander ohne Gegentor brachte dann schon in der ersten Halbzeit eine Vorentscheidung. Selbst eine Auszeit der Gäste stoppte unseren Lauf nicht – wir haben weiter Tempo gemacht, die Ballgewinne genutzt und den Vorsprung Schritt für Schritt ausgebaut. Dass zur Pause nur vier Gegentore auf dem Spielbogen standen, unterstreicht die konzentrierte Abwehrarbeit.
Positiv war dabei nicht nur die Höhe der Führung, sondern auch die Art und Weise, wie sie zustande kam: Viele Aktionen wurden sauber zu Ende gespielt, und vorne verteilten sich die Tore auf viele Schultern. Am Ende waren es zahlreiche unterschiedliche Torschützinnen, mit Lilli als treffsicherster Spielerin. Genau diese Breite im Kader war ein auffälliges Merkmal des Spiels.
Nach dem Seitenwechsel kam Steinhagen etwas besser in die eigenen Abschlüsse und erzielte in der zweiten Hälfte deutlich mehr Tore als vor der Pause. Das spricht dafür, dass sie sich nicht aufgegeben haben. Trotzdem blieb unser Team spielbestimmend und hielt die Intensität hoch. Gerade in der Schlussphase konnten die Mädels noch einmal zulegen und den Vorsprung weiter ausbauen, statt das Spiel nur zu verwalten.
Insgesamt war es an diesem Tag ein ungleiches Duell zweier Mannschaften. Steinhagen ist eigentlich an der Qualifikation zur Oberliga gescheitert und als zweiter Nachrücker dennoch dabei. Nach dem heutigen Spielverlauf wirkt es zumindest so, als sei das Niveau in dieser Liga für die JSG aktuell eine sehr große Herausforderung – ob das am Ende „eine Spielklasse zu hoch“ ist, werden die nächsten Wochen zeigen. Für uns bleibt das Fazit: starke, geschlossene Teamleistung, viel Tempo und Konzentration über nahezu die gesamte Spielzeit.
