TUS IV dennoch erneut Kreismeister!
The same procedure as every year?
Nach dem Kreismeistertitel in der Saison 23/24 ist es den Durstlöschern von TUS IV erneut gelungen die Kreismeistermedaillen vom Kreisvorsitzenden am letzten Spieltag in Leopoldshöhe durch einen Auswärtssieg in Empfang zu nehmen.
Mission completed?
Während andere Sportler und Fans in Bielefeld davon träumen einmal im Leben den DFB-Pokal zu gewinnen, haben einige ambitionierte Sportler des TUS IV die Mission, eine Saison ohne Verlustpunkt in der Kreisliga A mit „Handballkunst der 90er“ (wie es von einem Reporter der heimischen Presse tituliert) wurde abzuschließen.
Aber Achtung: Hochmut kommt vor dem Fall!
Während der Staffelleiter der Kreisliga A schon vor Saisonende anfragte, wann denn die Kreismeisterehrung des TuS IV von statten gehen sollte (am letzten oder vorletzten Spieltag), wurde es bis zur letzten Minute am letzten Spieltag in Leopoldshöhe spannend und Steffen Rohlfing verwandelte den letzten 7m zum knappen Auswärtssieg für den TuS IV (31:29) und damit verbundenen Kreismeisterschaft.
Als Kreismeister durfte man anschließend etliche Kreismeisterehrenrunden, mit dem erstmals zu einem Auswärtsspiel organisierten, gemieteten Bus absolvieren (um den Verkehrskreisel). Hierdurch erhielt der Begriff „Kreismeister“ eine neue Bedeutung für den TuS und die anschließende Feier im Vereinsheim blieb in bleibender Erinnerung.
Die biologische Falle hinterlässt Spuren
Ein aus Datenschutzgründen nicht genannter Mitspieler schrieb im Anschluss an seine Verletzung, dass bei ihm die biologische Falle längst zugeschlagen hat. Er glaubte bei der selbst verursachten mehrwöchigen Verletzung fest daran, definitiv noch bei einem Tempogegenstoß seines Gegenspielers an den Ball zu kommen und die Mannschaft vor einem Gegentor zu bewahren.
Generation XY (TuS IV) gegen Generation Z
Hier hat sich wieder einmal der breite Kader des TuS IV von mehr als 24 eingesetzten Spielern in der Saison bewährt, die meist der Generation (Y Geburtsjahre 1980-1995) und vereinzelt der Generation X (Geburtsjahr 1965-1980) angehören.
Die Gegner des TuS IV rekrutierten ihre meisten Spieler häufig aus der Generation Z (Geburtsjahr 1995 bis 2010), scheiterten aber häufiger an der Erfahrung und Abwehr (insbesondere Torwarttrio) des TuS und der mangelnden eigenen Kaderdichte.
Verletzungen und die teilweise Abgabe von Leistungsträgern an höhere Mannschaften (Nils Grothaus) konnten durch die voll besetzte Ersatzbank kompensiert werden.
Bei der Kaderbreite kursierte schon das Gerücht in der Kabine „Wer mehr Spielanteile will, muss höher spielen“.
Reines Handballtraining wurde in den Spieltags Betrieb integriert und dauerte somit für die Spieler des TuS IV maximal 60 Minuten am Wochenende.
Die Bewegungseinheiten in der Benzstraße (Gellershagen) wurden durch die Hallensperrung der Stadt Anfang März 2025 („Ich gebe Ihnen umgehend Bescheid, sofern ich etwas Neues erfahre….“) gestört.
Verschwörungstheoretiker behaupten, dass die Kreisligakonkurrenz hier Einfluss auf die Kreismeisterschaft nehmen wollte.
Ein Saisonspiel wurde dem TuS wegen fehlendem Spieltagskader des Gegners (Herford) sogar geschenkt (2:0 Punkte, 0:0 Tore, was die Endtabelle bei 20 Spielen mit 37:3 Punkten und 607:417 Toren etwas verzerrt.
Erstaunlich war, dass der höchste Sieg in der Hinserie (31:14) gegen Heepen IV, mit der einzigen Saisonniederlage in der Rückrunde ausgerechnet gegen den gleichen Gegner bestraft wurde (27:29).
Ausblick
Ob weitere fitte Millennials auf dem Markt verfügbar sind, wie der starke Neuzugang Arne Birkner in der letzten Saison bleibt abzuwarten. Eine neue Trainingsheimstätte sollte gemeinsam mit einer anderen Mannschaft zu finden sein, um den Generationsaustauch im Verein zu fördern.
Ansonsten wird es vielleicht wieder eine geheime „Verjüngungskur“ beim Kreispokal geben (TuS IV läuft als TuS III auf und wird von TuS I im Überkreuzspiel nach 7m-Werfen) gestoppt.)
Die Unterstützung der Fans und das ehrenamtliche Engagement etlicher Spieler des TuS IV in welcher Funktion auch immer, sollte wieder die Basis für einen großartigen Erfolg „Einmal im Leben“ sein.
Vielleicht hat bis Mai 2026 der Sportsfreund Niehaus einen Busfahrerführerschein, um uns nach gewonnener Kreismeisterschaft um den Jöllenbecker Kreisel zu fahren. Man wird mal träumen dürfen. Einmal im Leben……

geschrieben von Oliver Flesch
