Berliner TSC
- Gegründet 1963
- Spielort Auswärts
Vereinsgeschichte
Im Jahr 1961 beschloss die Ost-Berliner SED-Bezirksleitung, dass in Ost-Berlin ein neuer Sportclub als „ziviles Gegenstück“ zu den beiden bereits existierenden Sportvereinigungen der Nationalen Volksarmee (Armeesportvereinigung Vorwärts) und der Volkspolizei (Sportvereinigung Dynamo) geschaffen werden sollte.
Zu diesem Zweck wurden die drei bestehenden Vereine SC Rotation Berlin, SC Einheit Berlin und TSC Oberschöneweide am 18. Februar 1963 – nach zweijähriger Vorbereitung – zum TSC Berlin zusammengefasst. Da der Verein am Anfang 21 Sportarten anbot, waren seine Spielstätten über den gesamten Ost-Berliner Raum verteilt. In Weißensee fanden Radsport und Tennis statt, in Pankow Handball, die Eishockeyabteilung (Werner-Seelenbinder-Halle) sowie die Leichtathleten (Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark) trainierten in Prenzlauer Berg und die Fußballer spielten im Stadion An der Alten Försterei in Köpenick.
Schnell folgten erste Erfolge der einzelnen Sportler in ihren jeweiligen Disziplinen. So gewannen z. B. die beiden Ruderer Jörg Lucke und Heinz-Jürgen Bothe im Ruderwettbewerb der Olympischen Sommerspiele 1968 die Goldmedaille oder wurde der Radrennfahrer Jürgen Geschke mehrfacher Weltmeister und olympischer Medaillengewinner.
Aufgrund einer Strukturänderung wurden bis zum Ende der 1960er Jahre einige Sportarten wieder ausgegliedert. Zunächst verließ die Fußballabteilung 1966 den Verein und gründete den Fußballclub 1. FC Union Berlin. 1968 folgten die Sportarten Schach, Tennis und Tischtennis.
Im Jahre 1973 fand der Verein seine heutige Heimstätte in der Paul-Heyse-Straße, im gerade für den TSC Berlin neu errichteten Sportkomplex. Die angeschlossene Kinder- und Jugendsportschule „Ernst Grube“ ermöglichte ein nahezu optimales Miteinander von Schule und Sport.
Nach der Wiedervereinigung wurde aus dem „TSC Berlin“ 1991 der „Berliner TSC e.V.“. Der Verein stand kurz vor der Insolvenz, da die finanzielle Absicherung aus DDR-Zeiten nicht mehr existierte. Ein großer Dank gilt den vielen Ehrenamtlichen, die unter der Regie des Ehrenpräsidenten Günter Polauke und dem damaligen Schatzmeister und Ehrenmitglied Peter Engel die Insolvenz abwendeten und den Verein in den Jahren 1997-2009 zur ersten Blüte führten.
Den 40. Jahrestag feierte der Verein 2003 an seinem Heimatstandort, dem Sportkomplex Berlin in der Paul-Heyse-Straße, wo er mittlerweile seit über 50 Jahren ansässig ist. Das 50-jährige Jubiläum wurde 2013 im Roten Rathaus gefeiert. Im Jahr 2023 blickte der Verein auf 60 Jahre Vereinsgeschichte zurück.
Sportliche Erfolge und Meilensteine
DDR-Zeit (1963-1990):
- 1968: Goldmedaille Olympische Sommerspiele – Jörg Lucke und Heinz-Jürgen Bothe (Rudern)
- 1960er-1980er: Jürgen Geschke mehrfacher Weltmeister und olympischer Medaillengewinner (Radsport)
- Zahlreiche weitere Medaillen und Auszeichnungen in verschiedenen Sportarten
- Berühmte Trainer und Sportler machten den Verein über die Grenzen hinaus bekannt
Nach der Wiedervereinigung (ab 1991):
- 1997-2009: Erste Blüte nach Abwendung der Insolvenz
- 2003: 40-jähriges Vereinsjubiläum
- 2013: 50-jähriges Jubiläum im Roten Rathaus
- 2023: 60 Jahre Berliner TSC
- Regelmäßige Teilnahmen an Wettkämpfen regional sowie über die Landesgrenzen hinaus
- Kontinuierliche Medaillen und Auszeichnungen in verschiedenen Abteilungen
Handball-Abteilung:
Die Handballabteilung des Berliner TSC ist eine traditionsreiche Abteilung des Vereins und spielte bereits zu DDR-Zeiten eine wichtige Rolle. Die Handballerinnen des TSC errangen mehrere Berliner Meistertitel und nahmen an überregionalen Wettkämpfen teil.
Spielstätten
Sportkomplex Paul-Heyse-Straße:
- Adresse: Paul-Heyse-Straße 25, 10407 Berlin (Prenzlauer Berg)
- Bezugsjahr: 1973
- Funktion: Hauptsportkomplex des Vereins seit über 50 Jahren
- Ausstattung: Mehrere Sporthallen, Trainingsräume, Verwaltungsgebäude
- Besonderheit: Angeschlossene ehemalige Kinder- und Jugendsportschule „Ernst Grube“
Head-to-Head gegen Berliner TSC
- 2 Spiele
- 1 Siege
- 0 Remis
- 1 Niederlagen